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Saatgut

Auf dieser Seite sin Empfehlungen zu Büchern, Filmen und Videos sowie Studien und anderen Informationsmaterialien zu finden.

Bücher

Saatgut. Wer die Saat hat, hat das Sagen

Die Grundlage unserer Ernährung, das Saatgut, ist innerhalb weniger Jahrzehnte vom öffentlichen Gut zur privatwirtschaftlichen Ware geworden.

Anja Banzhaf zeigt in ihrem neuen Buch »Saatgut. Wer die Saat hat, hat das Sagen« die Ursachen und Folgen dieser Entwicklung auf und stellt Menschen vor, die auf unterschiedlichste Weise versuchen, das Sagen über ihre Saat zu behalten oder wiederzuerlangen.

Wirtschaftsinteressen und Gesetze schränken weltweit das Recht der Bäuerinnen und Gärtner ein, selbst zu züchten, Saatgut zu produzieren und weiterzugeben. Für die Saatgut- und Agrarchemiekonzerne geht es um einen riesigen Markt, mit dem zugleich die Kontrolle über die Nahrungsmittelproduktion verbunden ist. Doch was bedeutet es, wenn einige wenige Konzerne – im Einvernehmen mit der Politik – im weltweiten Saatgutmarkt das Sagen haben? Wenn die bäuerliche Züchtung weiter abgewertet und erschwert wird und privatwirtschaftliche Forschungsinstitute die Züchtungsarbeit bestimmen?

Eine Frage von höchster Brisanz, denn es geht nicht um eine abstrakte Ware: Die Firmen erhalten auf diese Weise die Kontrolle; über die Menschen, die in der Landwirtschaft arbeiten; über die Sorten, die angebaut werden; über die Methoden, mit denen angebaut wird; über die Prozesse der Lebensmittelverarbeitung – und sie beschränken somit letztlich das Recht auf Nahrungsmittel. Dabei ist die riesige Vielfalt an Nahrungspflanzen das Resultat vieler Jahrtausende Selektions- und Züchtungsarbeit unzähliger Menschen – und diese sollte auch weiterhin öffentliches Gut bleiben. Abgesehen davon: Ihre 'verbesserten' Sorten könnte die Industrie nicht produzieren, ohne auf das Erbe der bäuerlichen Sorten zurückzugreifen.

Erhältlich ist das Buch beim oekom-Verlag.

Filme & Videos

Patent auf Tomaten: Wie Schutzrechte ausgehöhlt werden

Nach europäischem Patentrecht sind Patente auf Pflanzensorten oder klassische Züchtungen verboten. In den letzten Jahren nahm die Zahl an Patenten für konventionelle Züchtung aber zu. Werden wir von wenigen großen Konzernen abhängig? Hier geht es zum Bericht.

Die Samenbank für Nutzpflanzen

Auf den Äckern der Erde regiert die Monotonie. Immer mehr alte Nutzpflanzenarten verschwinden unwiederbringlich. Wir zeigen einen Ort, an dem man dafür sorgen will, eine mögliche Ernährungskatastrophe zu verhindern. Zum Bericht geht es hier.

Good Food - Bad Food

Was haben französische Mikrobiologen, die Millionen Wanderarbeiter Brasiliens, Vandana Shivas experimentelle Bauernhöfe in Indien und die Landwirte der weltgrößten Bioplantage in der Ukraine gemeinsam?

Alle verfolgen sie ein gemeinsames Ziel: die Verbesserung der Bodenqualität und die Wiederherstellung der Saatenvielfalt – zum Schutz der Umwelt und für gesündere Lebensmittel. Die französische Regisseurin Coline Serreau zeigt in ihrem neuen Dokumentarfilm Menschen, die dagegen kämpfen, dass unsere Böden durch chemische Dünger und Pestizide vergiftet werden. ...hier geht's zum Trailer

Die Strategie der krummen Gurken

Die GartenCoop Freiburg setzt ein erfolgreiches Modell solidarischer Landwirtschaft um. Rund 260 Mitglieder teilen sich die Verantwortung für einen landwirtschaftlichen Betrieb in Stadtnähe und tragen gemeinsam die Kosten und Risiken der Landwirtschaft.

Die gesamte Ernte – ob gut oder schlecht, krumm oder gerade – wird auf alle Mitglieder verteilt. Ein konsequenter ökologischer Anbau, Saisonalität, 100% samenfeste Sorten, kurze Wege, solidarische Ökonomie, kollektives Eigentum, Bildung, sowie mit anpacken in der Landwirtschaft sind nur einige der vielen Merkmale des Projekts.
Dieser Dokumentarfilm gibt Einblick in die Motivationen und das Innenleben der Kooperative. Er zeigt Menschen, die in Zeiten ökonomischer und ökologischer Krise der Macht der Agrarindustrie etwas entgegensetzen.

Sehen Sie hier den Film (64 min) umsonst online oder bestellen Sie sich eine DVD

Studien & Informationsmaterialien

Vom Editieren der Gene und Genome

In der Ausgabe 2/2016 des Gen-ethischen Informationsdientes des Gen-ethischen Netzwerks (GeN) liegt der Schwerpunkt auf neuen Verfahren zur Genmanipulation.

In den Biowissenschaften weht ein neuer Wind: Das Genome Editing - und im Besonderen das CRISPR-Cas9-Verfahren - nährt die Hoffnungen auf das ultimative Genmanipulations-Werkzeug. An diesem Punkt lohnt sich ein genauer Blick auf die neuen Techniken wie auch auf die Kontinuitäten in der Diskussion.

Zu den einzelnen Artikeln und zur Bestellung der Druckversion geht es hier.

 

Report zur Saatgutfreiheit

Pünktlich zum Welternährungstag hat die Global Seed Alliance Kampagne den Global Seeds Report veröffentlicht.

Die Kampagne ist eine Initiative der Trägerin des alternativen Nobelpreises Vandana Shiva und ihrer Organisation Navdanja. Im Report zur Saatgutfreiheit sind über 100 Beiträge von Saatgutvermehrern, Saatgutorganisationen und Initiativen aus aller Welt, zusammengefasst und veröffentlicht worden. Der Bericht kritisiert die Patentierung von Saatgut, die Macht der Gentechnik-Konzerne und die Gentechnik an sich. Er zeigt die Probleme auf, die durch Monokulturen, gentechnisch verändertes Saatgut und den Imperialismus von multinationalen Konzernen auftreten. Um die Studie, die vorerst nur in Englisch veröffentlicht wurde, zu lesen, klicken sie hier.

Deutsche Zusammenfassung des Reports

Hier können Sie die Erklärung der Saatgutfreiheit unterzeichnen

Mehr Infos zur Global Seed Alliance Kampagne